Hans Wecks verließ die Karate-Abteilung des DJK Oberhausen in der er seit 1974 als 1.Vorsitzender und Cheftrainer fungierte. Um Karate für sich zu perfektionieren baute er ein ehemaliges Lebensmittelgeschäft / Ecke Arndt- und Schenkendorfstrasse 75 qm, zu einem kleinen Dojo um. Als damaliger Landestrainer der NWKU, betreute er die Jugend- Junioren und Senioren Kumite – Teams des Landes. Deshalb blieb kaum Zeit für einen eigenen Verein. Mit 20 Mitgliedern erfolgte am 6. September dann doch die Gründung des Budo Sport Center e.V..
Bereits 1976 und 1977 zählte unser erstes BSC-Wettkampf-Team zu den erfolgreichsten in Deutschland.
Die ersten eigenen Vereinsräume (Dojo 75m²) werden an der Ecke Arndt- Schenkendorfstraße bezogen. Die Eintragung in das Vereinsregister am Amtsgericht Oberhausen erfolgt am 26 Juni. Das Budo-Sport-Center 1977 Oberhausen e.V. wird Mitglied im Stadtsportbund und in der Karate-Union NW. Die Mitgliederzahl ist bereits 45 angewachsen. Gründungsmitglieder waren u.a. Paul Wecks, Josef Loege und Dieter Kießwetter. Mitglieder waren damals schon Horst Tepper und Elke Werbeck, beide wurden bereits mit der goldenen Ehrennadel des Verein ausgezeichnet. Durch die kleinen eigenen Vereinsräume konnte auch ein intensives Training durchgeführt werden.
HW begann auch in diesem Jahr als einer der ersten Vereine in Deutschland mit Kinderkarate ab 8 Jahre was nicht überall positiv gesehen wurde. Aber der spätere Erfolg gab im Recht. Auch die sportlichen Erfolge ließen nicht auf sich warten. Der BSC wurde Stadtmeister in allen Klassen und holte zum ersten mal einen Landestitel bei den Junioren.
Die Mitgliederzahlen schnellten in die Höhe, für einen Karate-Verein (Karate galt damals noch als Prügelsport) ungewöhnlich, mit 94 Mitgliedern (davon ca. 20 Kinder) waren die eigenen Räume zu klein, man trainierte zusätzlich in städtischen Sporthallen, verteilt auf die ganze Stadt, wie Rothebusch Schule, Robert Koch Schule oder Peterschule. Damals bildete sich ein gutes Team, die Senioren holten die Kinder mit Ihren Autos ab und fuhren diese zu den einzelnen Trainigsstätten.
Hier begann auch die Karriere von Haydar Aksünger, damals 10 Jahre, der einer der erfolgreichsten Wettkämpfer in Deutschland und des BSC’s wurde! Auch Marion Bross trat in den Verein ein. diesem Jahr wurden schon einige Landestitel erreicht, auch die Stadtmeisterschaft wurde erfolgreich verteidigt, und sollte bis 1980 nicht mehr abgegeben werden. Horst Tepper holte den Ruhrpokal der Unterstufe nach Oberhausen, der gleiche Erfolg sollte sich erst 20 Jahre später wiederholen! Mit Mike Forster 7.Dan kam ein großer Karate-Meister aus den USA zu uns, er begeisterte unsere Mitglieder durch sein Karate-Können und wurde im Anschluss der Lehrgänge zum BSC-Ehrenmitglied ernannt. Georg Namnick (Schorsch) Haydar Aksünger meldeten sich an.
Die Mitgliederzahl war auf 112 gestiegen, durch einen Zufall wurde im Haus Union, das damals der Marien-Kirche gehört, 400 qm Räumlichkeiten frei. HW gelang es diese Räume für eine Monatsmiete von 800,-- DM auf 20 Jahre zu mieten. (damals ein großes Risiko). Die Räumlichkeiten wurden vorher von einer Schuhfabrik genutzt, sie waren gänzlich runtergekommen und mussten von Grund auf renoviert werden. Ohne wenig Geldmittel mit einem Kredit von 10.000,-- und eine Menge Eigenleistung, wurde in Tag und Nachtarbeit innerhalb von 6 Wochen, ein neues Dojo geschaffen. Hier ließ es sich leben.
Die genutzten Hallenstunden konnten der Stadt zurückgegeben werden, andere Vereine freuten sich, der BSC konnte alle Karate-Gruppen im neuen Dojo (Trainingshalle 200 qm) trainieren. Außerdem wurde eine Sauna installiert die auch regelmäßig genutzt wurde. Die sportlichen Erfolge auf nationaler Ebene konnten sich sehen lassen. In Weinheim wurde Lothar Siebdrath, Deutscher Meister bei der Jugend, Haydar wurde zum ersten mal Landesmeister! Weitere hervorragende Turniersiege konnte der BSC in diesem Jahr feiern.
Hans Wecks wurde zugleich Bundestrainer für Jugend Kumite und Erwachsenen Kata. Der BSC verfügte derzeit über 124 Mitglieder.
Das BSC-Dojo wurde Landesleistungszentrum der Nordrhein-Westfälischen Karate-Union und zugleich Bundesleistungszentrum der Deutschen Karate Union für das Kata-Team. Fast alle Bundes- und Landeslehrgänge wurden in Oberhausen durchgeführt. Auch hier stellte sich auf Grund der intensiven Trainingsmöglichkeiten sehr bald der internationale Erfolg ein.
Hans Wecks erreichte mit dem Nationalkader Kata Team der DKU zum ersten mal in der Geschichte der DKU die Bronze Medaille bei der Europameisterschaft in Barcelona. Bei der Weltmeisterschaft in Madrid erreicht der National-Kader der DKU ebenfalls gute Platzierungen im oberen Drittel.
Mit Frank Marciniak der Anfang des Jahres zu uns kam, konnte sich das Junioren- und Jugendteam kämpferisch verstärken. So wurde auch das Jugend-Team in Berlin Deutscher Vizemeister. Mehre Deutsche Einzel- und Landesmeister konnte der BSC im Leichtkontakt- und Traditionellem Karate verbuchen. Auf der Oberhausener
Sportlerehrung war der BSC mit einem Drittel der zu ehrende Sportler vertreten. Auch in den folgenden Jahren waren die Karateka bei der Sportlerehrung vertreten.
Hans Wecks wurde Bundeskampfrichter und in seinem Amt als Bundestrainer der DKU bestätigt. Elke Werbeck und Horst Tepper entwickelten sich im Verein zu dieser Zeit als gute Trainerin und Trainer, vor allem im Kinderbereich war das von nöten.
Dieses Jahr war das erfolgreichste der NWKU und des BSC, auf der Deutschen Meisterschaft 1983 der Jugend und Junioren erreichten die Schüler des Landeskaders mit dem Landestrainer H.Wecks, "12 Deutsche Meister" im LK sowie im TK. Vom BSC waren erfolgreich: H.Aksünger, A.Ritter, D.Tolksdorf, J.Walter und U.Stratis. Außerdem gab
es einige weitere 2. und 3. Platzierungen. Auch wird in diesem Jahr die Erste Kindergruppe für Kinder ab 3 Jahren des Budo-Sport-Center 1977 Oberhausen e.V. ins Leben gerufen. Trainiert wurde sie von Hans Wecks.
Ercan Can trat als 12-jähriger dem Verein bei. Auch Wolfgang, damals Lambert, heute Lambert-Langensiepe wollte unbedingt Karate erlernen. Zwar schaffte er es bis heute noch nicht den Schwarzgurt, hilft aber als Geschäftsführer und 2.Vorsitzender den Verein seit Jahren!
Da der Verein in diesem Jahr viel vorhatte, trat HW als Bundestrainer zurück. Der Verein gründete eine Gymnastikgruppe und eine Kraftfitness-Abteilung. Die Räume wurden mit einem 30.000,00 DM Kredit umgebaut und renoviert.
Es wurden Kraftgeräte angeschafft die in einem extra Raum aufgestellt wurden. In den ersten 2 Wochen platze der Kraftraum aus allen Nähten, das Training begann schon morgens um 11.00 Uhr. Die Mitgliederzahlen stiegen sprunghaft auf 218 Sportler an, davon 100 für die Kraftsportabteilung. Die Karatekas waren weiterhin auf Erfolgkurs, so gewannen sie u. a. das internationale Karateturnier in Herning (Dänemark). Überhaupt wurden die Beziehungen nach Dänemark intensiver.
Viele Lehrgänge und Trainingscamps wurden dort von HW durchgeführt. Unsere Sportler fühlten sich in Herning wie zu Hause, denn in der Zwischenzeit war auch HW als Cheftrainer im Herning-Karate-Club tätig. Viele dänische Sportler besuchten Oberhausen kamen zu Lehrgängen und Turnieren.
Auch dieses Jahr ging es erfolgreich weiter, das Kumite-Team Jugend des Budo-Sport-Center e.V. wurde Deutscher Vize-Meister in Berlin.
Die Trimmgruppe wuchs auf 31 Mitglieder an. Mittlerweile herrschte im BSC eine familiäre Atmosphäre. Viele Trimmer hatten ihre Kinder in der Karate-Abteilung angemeldet. Ganze Familien trainiert bei uns. Viele Feste wurden gefeiert alles in allem ein harmonisches Beisammensein. Die sportlichen Erfolge waren kaum noch zu
überschauen. Denn mittlerweile waren auch die Kinder zu Wettkämpfen zugelassen. Der BSC war der erfolgreichste Verein im Kinderkarate und ist es auch noch heute. Hans Wecks wurde Bundestrainer der DAI in Dänemark.
In diesem Jahr wird das Junioren Kampf Team des Budo-Sport-Center e.V. Landes-Meister Nordrhein Westfalen.
Auch wurde eine Tai - Chi - Chuan Abteilung gegründet. Das Training übernahm Dieter Kießwetter, der nach langer Krankheit keinen Karatesport mehr ausführen konnte. Die Abteilung war mit 11 Mitgliedern sehr klein, aber sehr beständig und agil.
In diesem Jahr wird das Senioren Kampf Team des Budo-Sport-Center e.V. Landes-Meister Nordrhein Westfalen.
Nach einem gewonnen Prozess gegen eine Schreinerfirma, die uns 1983 einen neuen Hallenboden eingebaut hatte, der aber den Ansprüchen nicht genügte und einbrach, musste der Hallenboden erneuert werden. In einer 14-tägigen Arbeit wurde ein neuer Boden eingebaut, der auch einen Schallschutz hatte.
Hier bei uns, begann auch die Karate - Kariere von Kora Knühmann. Zu dieser Zeit konnte noch keiner ahnen, dass sie einmal die erfolgreichste Karatefrau in Deutschland werden würde.
Der eingebaute Schallschutz hielt lange nicht was er uns versprochen hatte, die in den unteren Räumen gelegene Gaststätte war inzwischen wieder neu eröffnet, der Geräuschpegel nach unten war sehr groß. Das Training wurde teilweise reduziert. Man suchte nach anderen Möglichkeiten um eine für beide Seiten akzeptabel Lösung zu finden. Die Kraftsportabteilung wurde aufgelöst. Marion Bross, Haydar Aksünger und Georg Namnick haben sich mittlerweile als Trainer etabliert. Das 10-jährige Bestehen wurde ausgiebig gefeiert.
Der Ärger fing an. Die Kirche verkaufte das Haus Union. Der neue Eigentümer war über unsere Aktivität in der ersten Etage nicht sonderlich erfreut. Was teilweise auch zu verstehen war. Aber die Art und Weise wie diese Angelegenheit aus der Welt geschaffen werden sollte, konnten wir nicht akzeptieren. Der Ärger war vorprogrammiert.
Viele Gespräche brachten nichts ein. Rechtsanwälte wurden eingeschaltet. Der Stadt Sport Bund und sogar ein Bürgermeister der Stadt wurden zur Schlichtung gerufen. Der Sport machte unter diesen Umständen keinen Spaß mehr.
Aber dieses Jahr hatte auch was positives, Monika Meister wurde Vereinsmitglied, sie trainierte in der SV-Gruppe. Aber auch außerhalb des Trainings kümmerte Sie sich mit Renate Roth um die Logistik im Verein. Bis heute ist Sie aus unserem Verein nicht wegzudenken.
Nach mehreren gescheiterten Gesprächen wurde endlich eine Lösung gefunden. Der Eigentümer erklärte sich bereit für den Verein auf dem Hinterhof ein neues Dojo zu bauen. Und schon nach kurzer Bauzeit, konnte das neue Vereinsgebäude, jetzt 300 qm, im September bezogen werden. Dies war für den BSC der dritte Umzug in 13 Jahren.
Klaus Helms wurde bei der Einweihung zum Ehrenmitglied ernannt.
Es ging wieder bergauf, vor allem die Kinderabteilungen wuchsen ständig, über 190 Mitglieder in unseren Reihen zeigten, das wir auf dem richtigen Weg waren. Es wurde wieder mit Volldampf in allen Karate-Gruppen auf den Wettkampf hingearbeitet.
Weiter sportliche Erfolge stellten sich ein. Die Kinder-Gruppen waren auf Turnieren und Meisterschaften die erfolgreichsten Teilnehmer. Das Senioren Team gewann die Landes-Vize-Meisterschaft und holte im gleichen Jahr den begehrten internationalen Herning-Pokal nach Oberhausen.
Hans Wecks wurde Landestrainer für die Jugend im Karate - Verband NW. Der BSC wurde mit seinen 229 Mitgliedern zum Landesstützpunkt für die Schüler und Jugend im Karate-Dachverband NW.
Erfolge auf allen Ebenen, für die mittlerweile mit 12 Trainern und Trainerinnen gut trainierten Gruppen und 8 Schwarzgurten war die Durststrecke endlich vorbei. Viele Meisterschafts- und Turniersiege vor allem durch Kinder- und Schülergruppen wurden errungen. Der größte Erfolg war aber im Oktober zu verbuchen. Das Senioren-Team gewann zum zweiten Mal hintereinander den internationalen Herning-Cup in Dänemark.
Viele Landeslehrgänge der Schüler und Jugendlichen wurden bei uns abgehalten.
Auch unser 15-jähriges Jubiläum wurde mit vielen Mitgliedern und Gästen gefeiert.
Der Verein entwickelte sich weiter. Die Mitgliederzahlen stiegen weiter in die Höhe. Viele Mitglieder besuchten ein von Hans Wecks und Shuzo Imai geführtes internationales Trainingscamp in Dänemark. Der BSC wurde zum erfolgreichsten Kinder-Karate-Verein in NW gekürt. Mit einem Riesen Aufgebot fuhr der BSC wieder nach Dänemark um den Pokal zu verteidigen, zu ersten mal kämpften auch Frauen aus unseren Reihen bei diesem Turnier. Zwar konnte der Cup nicht mehr verteidigt werden, der 3.Platz war aber auch ein beachtlicher Erfolg. Aber bei den Frauen konnte sich Anette Schick durchsetzen, ihr gelang es trotz Verletzung den ersten Platz mit nach Oberhausen zu nehmen. Die ersten Gespräche mit der Stadt Oberhausen über ein neues BSC-Dojo wurden geführt. Zum ersten mal wurde ein reines BSC-Kinder-Trainingscamp in Prüm durchgeführt. Mit 60 begeisterten Kinder ein erfolgreiches Unternehmen. Dieses Kinder-Freizeitcamp wurde zur festen Einrichtung im BSC und wird Heute noch jährlich durchgeführt.
Horst Tepper der über Jahre die Kinderabteilung betreute, verließ uns aus beruflichen Gründen. Der ehemalige erfolgreiche Wettkämpfer und guter Trainer, wurde bei der Jahreshauptversammlung als Ehrenmitglied verabschiedet. Eine große Grillfete im Freizeitpark Moers wurde ausgerichtet. Durch viele Verletzungen vor allem mit Haydar (Bänderriss) konnte kein Senioren-Team nach Dänemark fahren. Erfolge aber wieder im Kinder- und auch im Schülerbereich. Eine Schüler-Leistungsgruppe unter der Leitung von Hans Wecks wurde gegründet in der speziell der nahtlose Übergang vom Kinder, Schüler-,Jugend- und Juniorenbereich gewährleistet werden sollte.
Aus der Leistungsgruppe der Schüler kamen die ersten Erfolge, waren früher Landestitel nur bei den Kindern zu verzeichnen, so konnten nun auch im Schüler Bereich einige Landestitel geholt werden, besonders erfolgreich waren Kora Knühmann, Andre Mrozinski und Daniel Ringelings. Beim Ruhrpokal konnten auch einige Platzierungen bei den Kindern und Senioren errungen werden.
Zum ersten Mal seit einigen Jahren belegte wieder ein Senior auf einer LM einen 3.Platz. Etem Bosoglu war erfolgreich. Auf dem Kohei-Cup in Essen war der BSC mal wieder der erfolgreichste Verein. Mit 6 Titeln und mehreren Platzierungen bei den Schülern und Kindern. Erfolgreich waren auch die Schüler Mehmet Demir, Alexis Heitmann, John Barth, Danny Wirdemann und Nicole Kiefer.
Mittlerweile mit über 300 Mitgliedern war der BSC einer der größten Vereine in NRW, unsere Vereinsräume wurden zu klein. Die Gespräche mit der Stadt wurden intensiver. Dann das Angebot die OTHC-Halle (855qm) zu übernehmen und in Eigenleistung umzubauen. Es wurde gerechnet, Zeichnungen erstellt, alles wieder verworfen. Dann wurden Anträge an das Land, dem LSB, der Stadt gestellt.
Zum ersten Mal seit 1978 holte wieder ein BSC-Karateka den Ruhrpokal, Moritz Kinder stand mit einem weiterem BSC‘ler im Finale. Etem wurde zweiter. Auch die Kinder waren wieder erfolgreich. Bei der Vereins-Meisterschaft im Mai 1996 war die Willy-Jürissen-Halle bis auf den letzten Platz mit Zuschauern gefüllt.